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Hochkreuz

von Dr. Andreas Neumann

 

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Barockes Hochkreuz auf dem alten Kirchhof aus dem Jahre 1723.

(Baptist Bies) Das Kreuz blieb bis zum Bau der Westwallbunker. Vor dem Bau der alten Kirche um das Jahr 1750 stand schon dieses Hochkreuz mit der Jahreszahl 1723 und war als schönstes Kreuz innerhalb der Ortschaft zu bezeichnen, und gleichzeitig galten Kirche und Kreuz als das Herzstück von Alt Roden. Es gingen schon schwere Zeiten über unsere Heimat hinweg seit dem Bestehen dieses ehrwürdigen Kreuzes, durch Kriege und Krankheit und so manches Gebet wurde hier verrichtete zu irgendeinem Anliegen. Hergestellt war dieses Kreuz in barocker Form aus Sandstein auf doppeltem Fundamentsockel. Der gewölbte Altarsockel mit dem vorstehenden Altartisch, darüber der Übergangsstein zum Kreuzsockel in viereckiger Form mit der Jahreszahl 1723. (Zitat Ende)

Der eigentliche Kreuzsockel in runder Form trug die Inschrift:

"O CRUCE AVE SPES UNICA"

Zu Deutsch: "O Kreuz sei gegrüßt unsere einzige Hoffnung."

Am Oberteil des Kreuzes stehen die Worte: I.N.R.J.

Über zwei Jahrhunderte fand die Bevölkerung Trost an diesem Kreuz bis zum Bau der Westwallbunker. 1938 wurde es entfernt und ein Stück aus der Vergangenheit von Roden ausgelöscht.

Erläuterung:

Da die Römer kein "J" kannten - deshalb lautet die richtige Schreibweise auch Iesus und nicht Jesus, zumindest solang man die lateinische Nominativ-Flexionsendung "-us" benutzt - sollte man eigentlich stets INRI schreiben. Denn es handelt sich um die Satzinitialen "Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum" (lat., dt. "Iesus von Nazaret, König der Juden"). Dieser Satz stand nach Joh 19,19f EU in drei Sprachen - Hebräisch, Lateinisch, Griechisch - auf einer Tafel, die Pontius Pilatus am Kreuzkopf Iesui anbringen ließ, um den Rechtsgrund - titulus crucis - der Kreuzigung anzugeben.

Das barocke Steinkreuz stand neben dem Turm der alten Rodener Kirche bis es während der Phase des Westwallbaues umgerissen wurde und zerbrach. Es wurde dem Rodener Sprengel durch den Wadgasser Pater Dominikus Schmitt übergeben.

 

 

 

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